„35 Vereinsmitglieder sind bereit, ehrenamtlich für die Bandfabrik zu arbeiten.“ Sehr dankbar ist Erhard Ufermann dafür. Denn solche Tätigkeiten werden in der Regel nur dem Vorstand überlassen. Er ist eine Person der ersten Stunde, der vor 25 Jahren den eingetragenen Trägerverein „Kultur am Rand“ mit ins Leben rief und so mit vielen Vereinskollegen den Ort im Osten Wuppertals an der Grenze zu Schwelm zu einem vielschichtigen Kulturzentrum machte. Der Name ist auch wegen der entlegenen Lokalität Programm. Deswegen gaben ihm im Gründungsjahr selbst professionelle Kulturveranstalter keine Überlebenschance. Doch sie lagen falsch. Man ließ sich nicht unterkriegen. Es hat sich ausgezahlt. Denn heute kommen nicht nur Wuppertaler und Schwelmer, sondern auch Kulturfreunde aus entfernteren Regionen wie dem Ruhrgebiet in den Veranstaltungsraum mit der gemütlichen Club-Atmosphäre.
Von Beginn an tummelt sich hier eine kulturelle Vielfalt. Nach einem Personalwechsel im Vorstand und einer berufs- wiekrankheitsbedingten Pause Ufermanns gab man während der Corona-Krise diesem bunten Programm eine neue Struktur. Feste Formate sind unter anderem „Text und Töne“, bei dem Weltmusik zu hören ist, und viermal im Jahr stattfindende Klassik-Matineen. Kultist von Anfang an die Reihe „Friday Night Jazz Club“. „Am Küchentisch“ heißt es dann, wenn zu aktuellen Themen Gäste vom Fach kommen, von Profis moderiert. Regelmäßig gibt es Vernissagen. Die Sparte Kabarett/Comedy soll ausgebaut werden.
Seht wichtig ist Ufermann auch ein sozialer Aspekt, der sogar in der Satzung verankert ist: „Förderung von Menschen, die gesellschaftlich marginalisiert sind.“ Dazu gehören für ihn unter anderem Leute, die auf dem ersten Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen und ehemalige Strafgefangene, denen er eine Chance geben will. Der ehemalige Gefängnispfarrer an der Wuppertaler Justizvollzugsanstalt weiß, wovon er spricht, und hat bisher nur positive Erfahrungen gemacht.
Glücklich ist Ufermann, dass dank eines Investitionskostenzuschusses der Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg und des Spielstättenprogrammpreises NRW im letzten Jahr eine neue Ton- und Lichtanlage angeschafft werden konnte. Für ihn ist es wie ein Geburtstagsgeschenk. Und man kann im Jubiläumsjahr berühmte Musiker einladen, die man sich sonst nicht hätte leisten können.
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