Der Journalismus hat überall auf der Welt mit den neuen technischen Rahmenbedingungen und dem veränderten Verhalten der Rezipienten zu kämpfen. In Spanien, einem der Epizentren der europäischen Finanzkrise, trifft ihn zusätzlich eine allgemeine wirtschaftliche Depression. Die Krise des Qualitätsjournalismus lässt sich daher in dem südeuropäischen Land besonders gut betrachten. Folgt man dem Medienwissenschaftler Bernardo Dìas Nosty, so hat der spanische Journalismus vor allem drei Probleme: Die Verquickung mit Politik und Wirtschaft, die mangelnde Professionalität der Journalisten und die fehlenden Perspektiven für den Nachwuchs. Dieser hat in allen Bereichen zu kämpfen, die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Spanien bei über 50 Prozent. Wer derzeit eine Ausbildung zum Journalisten beginnt, kann praktisch davon ausgehen, hinterher keinen Job in dieser Branche zu finden: Zwischen 2008 und 2013 verdreifachte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Journalisten und bisher zeigen sich keine Anzeichen zu einer Trendwende. Viele Absolventen von Journalismus-Studiengängen würden daher später in der PR oder im Marketing arbeiten, davon ist Dr. Salvador Alsius, Mitbegründer der journalistischen Fakultät an der Universidad Fabra Pompeu in Barcelona, überzeugt. Und dennoch: Das Interesse für den Beruf ist ungebrochen, die Zahl der Studenten stieg zuletzt sogar leicht an. Nach dem Studium kommt für viele dann die harte Wirklichkeit. Um ein geregeltes Einkommen zu haben, müssen sie in andere Branchen gehen oder sogar das Land verlassen.
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