Bei Akzenta in Vohwinkel steht die DVD im Regal, gleich neben Harry Potter und den Zweiohrküken, nicht weit weg von Kaugummi und Schnapsfläschchen. Der Titel „Wuppertal, die ungeschminkte Stadt“ ziert die Hülle. Der Nichtwuppertaler ist verwundert und greift zu. Egal, ob das gute Stück knapp 15 Euro kostet und nur 30 Minuten läuft. Zu Hause wundert sich der Nichtwuppertaler. Obwohl er fast nur Wuppertaler kennt, die über Wuppertal schimpfen, schimpft dieser Film nicht. Ein Kontrabass wandert mit seinem Bassisten durchs Tal, zeigt die Bausch-Tänzerinnen, den Knabenchor Kurrende, Tony Cragg, die Kneipe von Johannes Rau, Ölberg und Brill-Viertel, auch Kneipen, Weihnachtsmarkt und Paddelboote. Ein bloßes PR-Filmchen? Mitnichten. Obwohl die Sponsoren reichlich erwähnt werden, gelingt dem Film, dass der Nicht-Wuppertaler sich in Wuppertal verliebt. Müssten jetzt nur noch die Wuppertaler den Film sehen, um zu begreifen, dass nur da viel Schatten ist, wo auch Licht ist.
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