Am eindrucksvollsten im Werk von Günther Blau sind die Porträts und die Stadtansichten: in der Innigkeit der malerischen Erfassung bei gleichzeitigem trockenen Realismus und in der Ausschließlichkeit, mit der sich Blau seinen Motiven gewidmet hat. Meist ist überhaupt keine Umgebung um die Porträts zu sehen, vielmehr ist alles auf das Gesicht, die Körperhaltung und die Geste konzentriert. Und die urbanen Situationen sind in der Regel menschenleer. Dabei hat Günther Blau gerade keine bedeutenden Architekturen oder Denkmäler gemalt, sondern eher unbeachtete „Ecken“. Der Blick gleitet eine Mauer entlang oder über eine Fassade und unter einer Eisenbahnbrücke hindurch. Oder ein Platz ist von Reihenhäusern flankiert. Eine Straße windet sich von der Anhöhe einer Ortschaft in ein landschaftliches Tal hinab. Alles ist aufgeräumt und fern jeder Beunruhigung oder Bewegtheit. Nichts passiert, dadurch rückt in den Blickpunkt, was wir sonst übersehen. Wir werden zu Augenzeugen bei Bildern, die im moderaten Format, konventionell gerahmt, so gar kein Aufsehen um sich machen. Günther Blau muss ein sehr höflicher, bescheidener Herr gewesen sein.
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