Im Gegensatz zu den seit dem Mittelalter existierenden Knabenchören ist die Geschichte der Mädchenchöre in Deutschland erst ein paar Jahrzehnte alt. Grund dafür ist wohl das jahrhundertelange Verbot für Mädchen und Frauen, in der Öffentlichkeit zu singen. Doch als der Bann gebrochen war, stieg deren Zahl stetig an. In Wuppertal war es Heinz Rudolf Meier, von 1979 bis 2005 künstlerischer Leiter der Wuppertaler Kurrende, der 2002 die Elberfelder Mädchenkurrende ins Leben rief. Unter seiner Leitung wuchs der Chor schnell. 2014 verabschiedete er sich endgültig in den Ruhestand. Seitdem ist Angelika Küpper die künstlerische Leiterin, die seine Arbeit erfolgreich weiterführt. Fazit: Nach nur 23 Jahren hat sie sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf erworben.
Es waren auswärtige Konzerte wie in Regensburg und Wien sowie 2016 eine Tournee durch Brasilien, die den Bekanntheitsgrad erhöhten. Dazu steigerten Auszeichnungen ihr Renommee: 2017 der 1. Preis beim Landeschorwettbewerb NRW, ein Jahr später der 4. Preis beim Bundeschorwettbewerb und letztes Jahr der Erhalt der Neander-Medaille für die Nachwuchsarbeit. Im städtischen Kulturleben ist sie längst eine feste Institution und kann regelmäßig bei Konzerten und der Mitwirkung von Gottesdiensten erlebt werden.
Das hohe gesangliche Niveau der Mädchenkurrende kommt nicht von ungefähr. Denn wie der Wuppertaler Knabenchor besteht sie neben dem Konzertchor aus drei aufeinander aufbauenden Nachwuchschören, die auf Vogelnamen getauft sind: Kolibris, Lerchen und Finken. Ausgezeichnete Sängerinnen und Gesangspädagoginnen unterrichten die Mädchen im Alter von fünf bis zwölf Jahren: Dorothea Brandt und Frauke Mahlerwein. Für die Stimmbildung jeder einzelnen Choristin des Konzertchors sind Rebecca Hagen und Dorothea Brandt zuständig. Hinzu kommt ein neu gegründeter Frauenkammerchor mit Frauen zwischen 20 und 35 Jahren, der mit zwei Projekten in der ersten Jahreshälfte startet und nach der Sommerpause kontinuierlich probt.
Bei der Programmgestaltung legt Küpper Wert auf Vielfalt: Neben sakralen klassischen Werken ab der Barockzeit wird auch moderne Musik wie Jazz oder für das Sommerkonzert am 27./28. Juni ein Musical einstudiert. Die ausgebildete Sopranistin, die seit 38 Jahren mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, will bei den Mädchen den Gesang auch körperlich erfahrbar machen und nutzt immer wieder Choreografien, etwa bei Latin oder Gospel.
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