Basilika und Bühne: Knechtsteden
Foto: Presse

Gesprächsbedarf

05. September 2014

Knechtsteden will über Musik reden

Als Pater Amandus Acker 1895 die Ruinen des Klosters Knechtsteden begutachtete, hatte der Gebäudekomplex bereits eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht. Als Prämonstratenserkloster im 12. Jahrhundert vom Kölner Erzbischof angeregt und mit einer Basilika im romanischen Stil gekrönt, hatten die Jahrhunderte ihre Spuren gesetzt – Zerstörung und Plünderung wechselten mit zeitgenössischen Neuerungen wie einem Torhaus in pompösem Barockstil. Pater Acker übernahm die verrauchten Trümmer einer einstigen Nervenheilanstalt, und zum Jahrhundertwechsel siedelte er eine Missionsschule und ein Brüdernoviziat an – bis der Nationalsozialismus den guten Geist der Mönche vom Orden der Spiritaner austrieb. Heute leben wieder einige Brüder in der Abtei, sie wirken seelsorgerisch in den umliegenden Gemeinden. Über die Klostergrenzen strahlt seit mehr als 20 Jahren das Festival Alte Musik, das im Spätsommer die heute wieder prächtigen Klosteranlagen und die wunderbar über die Jahrhunderte geformte Basilika mit Musik beseelen.

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