Am stärksten ist Christian Hellmich im großen Format. Eine Wucht ist das Gemälde „Treppe III“ aus dem Jahr 2007, das sich als Leihgabe im Von der Heydt-Museum befindet und dort schon früher ausgestellt wurde: Erst mit Abstand sind die präzise gezogenen Raster als gekachelte Stufen zu identifizieren, die zu einem Hauseingang hoch führen; sie nehmen nun illusionistischen Charakter an. Plötzlich aber gewinnt im Vordergrund das Mäuerchen mit dem Geländer eine enorme Dynamik und verwandelt sich geradezu zu einem Wesen, das auf dem Sprung ist, und wird doch wieder durch die riesige olivgrüne Wandfläche gestoppt. Irritierend ist auch, dass sich das Geländer abgewandt von der Treppe befindet. Die Empfindung von Realität und die reine Malerei prallen aufeinander, und es wirkt, als seien über der Malerei Fotoschnipsel collagiert und diese sodann durch die sorgfältige malerische Anlage von Schatten wieder verstärkt. Der Boden wirkt weich und unfest, so dass die Stufen, die sich über die verschiedenen Konsistenzen legen, zu schweben beginnen. Zugleich schiebt sich eine delikat blaue Pinselspur um das Mäuerchen und bestätigt die architektonische Räumlichkeit und entlarvt sie doch zugleich als Erfindung. Trotzdem, denken wir uns nicht lieber in die bürgerliche Welt der Vorgärten ein?
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