Bon Iver
Foto: Presse/ Schoneberg

Guter Winter, gute Klänge

05. Juli 2012

Bon Iver am 9. Juli am Tanzbrunnen in Köln

Justin Vernon zog sich im Winter 2007 allein in eine Hütte in Nord-Wisconsin zurück, im Gepäck seine Gitarre und sein Aufnahme-Equipment. Ohne die Absicht, ein Album zu kreieren, suchte Vernon vor allem Abstand zu seinen letzten Lebensjahren, die mit Liebes- und Lebenskrisen grob beschrieben werden können.

Herausgekommen ist 2008 sein erstes Album „For Emma, Forever Ago“, das mit seinen schlichten Arrangements aus Gitarre und Klavierfragmenten und seinem schwermütigem Grundton ein schnell wachsendes Publikum überzeugte. Zwischen rau und emotional bewegen sich die Songphrasen, denen Vernons Stimme einen bisweilen sphärischen Klang verleiht.

Nach einer EP („Blood Bank“) mit vier Singles erschien 2011 das Album „Bon Iver“ mit einem erweiterten instrumentellen Portfolio an Streichern und Bläsern. Klanglich reicher, doch ebenso melancholisch und verwunschen klingt das zweite Album, das unverkennbar die Signatur des Indie-Folk Singer/Songwriter-Projektes Bon Iver trägt.

Der Bandname ist hier Programm: An das französische „Bon Hiver“ (den „guten Winter!“, den Bewohner Alaskas sich zum ersten Schneefall wünschen) angelehnt, war der Winter 2007 in jedem Falle gut.

Für Fans von Nick Drake, Damien Rice, Sigur Ros.

Bon Iver spielen am 9. Juli am Kölner Tanzbrunnen. Vorband ist Polica: Indie-Rock mit elektronischen und R&B-Einflüssen.

Bon Iver | 9. Juli, 19 Uhr, Einlass 18 Uhr | Open Air am Tanzbrunnen Köln | www.koelnkongress.de, www.boniver.org

Nathalie Caesar

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