Gerade in der Zeit raren Tageslichts wird es spürbar einsam um viele Menschen, die nur noch sich selbst haben. Das betrifft Alte wie Junge, Einheimische wie Geflüchtete. Man kann kapitulieren und es einfach hinnehmen – oder auch sagen: Abschotten ist keine Option.
Das Wuppertaler Projekt „Clowns gegen Einsamkeit“ hat sich für die letztere Variante entschieden, dafür wurde es nun zum wiederholten Mal ausgezeichnet. Diesmal mit dem ersten Preis des DAK-Bundeswettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“. Hinter der Initiative steht die Begegnungsstätte Krawatte. Sie bringt Kindern und Jugendlichen, die als Geflüchtete nach Wuppertal gekommen sind, Clownerie, Akrobatik und Zauberei bei. Und das nicht nur, um selber Spaß zu haben und den eigenen grauen Alltag zu überwinden: Auch in Seniorenheimen und Begegnungsstätten sind Menschen außerhalb ihrer gewohnten Umgebung. Die jungen Artistinnen und Artisten besuchen sie, um ihnen eine Freude zu bereiten und ihre Einsamkeit zumindest für kurze Zeit zu lindern.
Natürlich ist das auch eine Therapie für sie selbst, da ihre eigene Geschichte der Flucht und Verfolgung während des Clownseins in den Hintergrund rückt. Eine Win-win-Situation also in einer Gesellschaft, die die Alten, Armen und Schwachen oft im Stich lässt, sie vergisst und lieber abschiebt – und das in mehrfacher Hinsicht. Eigentlich sollte jeder ein Clown gegen die Einsamkeit sein.
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