Bäume benötigen bis zu 100 Liter Wasser pro Woche. In diesem Sommer war das, mit wenigen Ausnahmen, nicht wirklich der Fall. Die vielen Wochen der Dürre gehen an die Substanz und es sieht nicht so aus, als würde sich die Lage alsbald verbessern. Die Folge: Etliche Bäume drohen umzukippen und müssen gefällt werden. Eine Katastrophe, da sie Menschen nicht nur Schatten und Tieren ein zu Hause bieten. Es ist auch verheerend für das Klima, gerade in Städten.
Natürlich gibt es weiterhin Leute, die das leugnen, selbst dann, wenn ihnen die Bäume auf den Kopf fallen. In Wuppertal will man dem entgegensteuern. Die Initiative „talbuddeln“ hat sich nun zur Aufgabe gemacht, die Bäume der Stadt mit Wasser zu versorgen. Zwar kümmern sich die Stadt Wuppertal und das zuständige Grünflächenamt um die Bewässerung, doch das reicht längst nicht mehr aus. An zahlreichen Straßenbäumen in der Elberfelder Augustastraße und Umgebung sind deshalb Plakate angebracht auf denen steht: „Ich habe Durst! Bitte gieße mich!“
Und natürlich muss nicht jeder Einzelne 100 Liter allein schleppen: „Wenn zehn Menschen jeweils einen 10 Liter Eimer mitbringen, sind bereits 100 Liter zusammen. Jeder Eimer zählt“, sagt Mirja Dahlmann von der Initiative. Sauberes Trinkwasser, das eh immer knapper wird, braucht es dafür nicht, es reichen Reste Nutzwasser aus Küche und Garten. Der Klimawandel findet vor der eigenen Haustür statt und er Kampf dagegen beginnt in den Köpfen. Selbst wenn es für manche zu spät ist – Menschen und Bäume.
biograph |
choices |
engels und
trailer
- die online Kinoprogramme für
Bochum,
Bonn,
Castrop-Rauxel,
Dortmund,
Düsseldorf,
Duisburg,
Essen,
Frechen,
Gelsenkirchen,
Hagen,
Herne,
Hürth,
Köln,
Leverkusen,
Lünen,
Mülheim,
Neuss,
Oberhausen,
Recklinghausen,
Solingen und
Wuppertal