London, 7. Januar 1852
Wie können Sie glauben, daß ich Ihnen wegen der kleinen Kneiperei gezürnt hätte – es tat mir sehr leid, Sie vor Ihrer Abreise nicht mehr zu sehen, wo Sie sich denn selbst am besten überzeugt hätten, daß ich nur mit meinem hohen Herrn etwas schmollte. Übrigens haben solche Extra-Szenen oft ganz heilsame Folgen: diesmal muß sich aber der père Marx bei seiner nächtlichen philosophischen Wanderung mit dem „Neffen des Erzbischofs“ sehr stark erkältet haben, denn er wurde ernsthaft krank und liegt bis jetzt noch ruhig danieder.
[...] Der Musch läßt Frederik [= Marx‘ unehelicher, von Engels adoptierter Sohn] herzlich grüßen. Die Mädchen sind schon in der Schule. Sie erinnern sich vielleicht, daß Pieper dem Jungen seine hübsche Reisetasche zum Geschenk gemacht hatte. Gestern drohte er, sie ihm wieder abzunehmen und ihm an der Stelle etwas andres zu kaufen. Heute morgen versteckt der Junge die Tasche und sagt eben: „Mohr, jetzt hab‘ ich sie gut versteckt, und wenn der Pieper sie haben will, dann sag‘ ich: ich hab‘ sie einem armen Mann geschenkt.“ Der Filou!
Adieu
Herzliche Grüße
Jenny Marx
Quellenangabe: Marx-Engels-Werke, Band 28, Berlin 1970, S. 229- 231 und S. 645.
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