Ist die Jubiläumsschau abgebaut, wird es Herbst im Skulpturenpark – und der Konzeptkünstler Mischa Kuball knipst das Licht an. Der Professor an der Kölner Kunsthochschule für Medien ist international bekannt für temporäre wie festinstallierte Lichtkunstwerke. Ab dem 21. Oktober wird er zwei Ausstellungshallen im Park in pulsierende Lichtstimmungen versetzen und dabei durch die Glasfassaden hindurch die Kunsträume mit dem umliegenden Naturraum verschränken.
Kuballs konzeptuelle Projekte haben meist einen wissenschaftlichen Background, sind visuell streng komponiert und zielen auf Erkenntnisgewinn. Dabei wird er nie didaktisch, sondern motiviert auf anregende Art zum Perspektivwechsel, indem bislang ungesehene Aspekte wortwörtlich in ein neues Licht gerückt werden. Oft konzipiert der 1959 in Düsseldorf geborene Künstler seine Installationen eigens für den speziellen Präsentationsort (z. B. an Fördertürmen in Bönen und Kamp-Lintfort oder am Peter Behrens Bau in Oberhausen), setzt sie in Bezug zum Kontext des Ortes und zu den Menschen, die hier leben oder zufällig bzw. neugierig interessiert vorbeikommen. Sein Projekt für den Skulpturenpark greift die herbstliche Waldstimmung mit sich veränderndem Tageslicht auf und setzt natürliche Regenerationsprozesse poetisch in Szene.
„Mit ‚light_poesis‘ möchte ich den Menschen aus der Region den Park zeigen, wie sie ihn noch nie gesehen haben“, sagt der Künstler, „in einer Zeit, wo sich die Natur erneuert, aber vieles, was dann geschieht, eher verborgen bleibt“ – wie eben die innere Regeneration in Wurzeln und Baumstämmen, die im Frühjahr den Park wieder begrünt. In der dunklen Jahreszeit werden Kuballs Lichtstelen aus den Pavillons heraus mit dynamischem, mal aufflackerndem, mal pausierendem Licht und beweglichen, rotierenden Spiegeln optische Reizimpulse aussenden. Schon bei einsetzender Dämmerung in den Nachmittagsstunden reflektieren die Stämme und der kühle Boden das Kunstlicht. Durch den ungewohnten Anblick entsteht, so wünscht es sich der Künstler, „eine besondere Magie, die sich mit dem Ort verbindet.“ Nach der Ausstellung wird eine seiner Außenskulpturen dauerhaft im Park verbleiben. Das sehr langsam rotierende Spiegelobjekt „rotating mirror_horizontal“ bietet dann rund ums Jahr ständig wechselnde visuelle Eindrücke.
light_poesis | 21.10. bis 18.2.2024 | Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal | 0202 47 89 81 20
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