Schweden sind nicht nur gut im weltweiten Möbelverkauf. Auch die literarische Kaste hat einiges zu bieten, wie diese zwei Neuvorstellungen zeigen.
In der Comic-Auswahl des Monats November geht es ernst bis gruselig zu. Unter anderem wird eine neues Werk von Jacques Tardi vorgestellt.
Neben einer defekten Anzeigetafel in einem ICE klebt ein Post-it. Auf diesem steht mit grünem Filzstift „Wagen Nr. 21“. Die Bildunterschrift: „Filzstift: 1, moderne Technik: 0“. Solche und viele weitere Bilder finden sich in Sebastian 23s neuem Buch "Purer Unfug".
Wahnsinn, der helle Wahnsinn! Wer soll das denn alles lesen?! Allein dem Gastland Brasilien wurde auf der diesjährigen Buchmesse mit 117 literarischen Neuerscheinungen gehuldigt. Pi mal Daumen sind laut Deutscher Nationalbibliografie und VLB im gesamten Jahr 2012 80.000 Erstauflagen auf den Markt geworfen worden.
1983 erschien die Science Fiction-Gesellschaftsparabel „Schneekreuzer“ von Jacques Lob und Jean-Marc Rochette. In einer zukünftigen Eiszeit leben alle Menschen in einem endlos langen Zug, der ebenso endlos durch die Schneelandschaft fährt.
Die Frage „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ wird nicht mehr gerne benutzt, wenn ein Kunde eine Buchhandlung betritt. Vielmehr muss der Buchhändler den Augenkontakt suchen, andeuten, dass er jederzeit zur Beratung bereit steht, aber mehr als ein Zwinkern soll er sich nicht erlauben.
Mit Tieren sprechen zu können – wer hat nicht als Kind diesen Wunsch gehegt? Mit den Jahren verblasst diese Vision bei den meisten, auch wenn sich mancher Hunde- oder Katzenhalter in meist unbeobachteten Momenten vor seinem Tier zum Affen macht.
Gut, es gibt diese Typen, die halten ihre Leben immer für das einzig wahre, richtige, maßgebliche. Von morgens bis abends geht es nur um sie, ihre Belange, ihre Sichtweisen, ihre Empfindsam- und Empfindlichkeiten. Man könnte kotzen – bis der Moment eintritt, wo für einen selbst die Welt zur totalen Belanglosigkeit verkommt. „Verficktes Herz“ (rowohlt), in gebrochenem Zustand existiert nichts anderes mehr.
Thomas Linden hat sich in seiner aktuellen Buchkritik ein Kinderbuch vorgenommen, das auch manch Erwachsenen zu erschüttern vermag.
Nach seinem „Der Winter des Zeichners“ veröffentlicht Reprodukt mit „Kopf in den Wolken“ Paco Rocas tragikomische Geschichte aus einem Altersheim. Als seine Aussetzer größer werden, wird Emilio von seinem Sohn ins Altersheim gebracht. Anscheinend wissen es schon alle außer ihm selbst: Emilio hat Alzheimer.
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