Kaum jemand bestreitet, dass die mit Pina Bausch verbundene Tanzkunst für Wuppertal bis heute ein kultureller Leuchtturm ist. Für den Bau eines ihr gewidmeten Tanzzentrums freilich sind die Kosten von im Jahr 2019 vorgesehenen 70 auf derzeit 160 Millionen Euro in die Höhe geschnellt. Dank des Einsatzes des stets engagierten Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Helge Lindh hatte sich der Verfügbarkeitszeitraum aber um ein weiteres Jahr verlängern lassen. Doch das Projekt muss um seine Sympathien kämpfen, das zeigte sich auch letztes Jahr im Kommunalwahlkampf. Die neue OB Miriam Scherff hat sich zuletzt klar hinter die Pläne gestellt. Bis heute wähnt mancher jedoch teures Elitenvergnügen - und lässt sich auch durch das (zeitweise "Wupperbogen" genannte) partizipative Element nicht besänftigen. Was nun, Frau Milz?, könnte es heißen, wäre die Zentrums-Koordinatorin Bettina Milz Gast beim Fernseh-Sommerinterview statt in der Volkshochschule. Freilich ist schon September, und im Rat wird final über das Projekt entschieden.
Politische Runde: Kommt das Pina-Bausch-Zentrum? | 21.9. 19.30 Uhr | Volkshochschule
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