Diese Bilder schnüren einem die Kehle zu. Im Obergeschoss des Bonner Frauenmuseums wandert der Besucher an hunderten schwarz gekleideten Frauenportraits vorbei. Alle halten Fotos oder Dokumente in der Hand. Diese schwarzen Witwen sind nicht gefährlich. Sie haben 1988 alles verloren beimMassaker unter dem Codewort „Anfal“ (eine Koransure). Damals zerstörte das irakische Regime tausende Dörfer und tötete mehr als 100.000 Männer und junge Frauen im kurdischen Norden des Landes. Seit Mai 2010 fotografieren lokale KünstlerInnen Anfal-Überlebende mit Erinnerungsstücken ihrer verschwundenen Angehörigen. Die Ausstellung kuratiert der im Ruhrgebiet bekannte Museumsmacher Michael Fehr. In der Stadt Rizgary treffen sich überlebende Frauen seit 2009 im Projekt „Erinnerungsforum Anfal“. Ihr Ziel ist die Errichtung einer selbst gestalteten und verwalteten kreisrunden Gedenk- und Begegnungsstätte, für die es bereits einen Entwurf vom in Mexiko sitzenden deutschen Architekturbüro Christoph Zeller/Ingrid Moye gibt.
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