In Stefan Melneczuks Werken fegt ein kalter Schauer über das Papier. Der Mystery-Thriller „Marterpfahl“ gibt Lesern die Chance, noch mehr über die verschiedenen Facetten von Gänsehauteffekten zu erleben. Stefan Melneczuk ist einer von diesen charmanten Männern, die mehr zuhören als selbst zu erzählen, unaufdringlich zuvorkommend sind, einen guten Humor haben, aber fast ein bisschen schüchtern wirken.
„A star is born. Fotografie und Rock seit Elvis“ lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Museum Folkwang. Elvis Aaron Presley gilt als Initialzündung der Rockmusik, auch 33 Jahre nach seinem Tod (den viele Fans und Verschwörungstheoretiker immer noch nicht wahrhaben wollen) als unerreichtes Idol.
Wenn man ein sanftes Drücken spürt, dass sich von innen gegen die Schläfen lehnt, bis sich schließlich ein schmaler Spalt im Schädel auftut, aus dem vorsichtig hervorsprießend ein Osterglöckchen nach ersten Sonnenstrahlen sucht, dann wird es Metapher, bzw. Frühling; kurz: März.
Was waren das noch für Zeiten, als sich Marcel Reich-Ranicki mit Sigrid Löffler über eine pornografische Szene in Haruki Murakamis Roman „Gefährliche Geliebte“ zoffte und die ganze Nation am Bildschirm miterlebte, wie Löffler nach zwölf gemeinsamen Jahren das Tischtuch des „Literarischen Quartett“ zerschnitt. Literatur erregte die Gemüter der Fernsehwelt...
Hanns Zischler kennt man seit Jahrzehnten als Schauspieler. Dass er 1968 den Alpheus Verlag gründete, den er vor einigen Jahren reaktivierte, ist weniger bekannt. Nun tritt er auch als Autor eines Comics auf: „Aus der Nachwelt“, dynamisch und grob straffiert illustriert von Friederike Gross, erzählt von einem erfolglosen Maler, dem Besuch aus der Zukunft ins Haus steht.
Als Teenager war sein Berufswunsch Rockstar. Anstelle dessen wurde er freier Journalist, wechselte zum Hörfunk, schloss ein BWL-Studium ab und wurde Wellenchef. Aus seiner Zeit als Gerichtsreporter stammen die realen Ausgangspunkte seiner Geschichten. Am 16. März liest Jochen Rausch aus „Trieb“.
Sparschweine sind dazu da, dass man sie mit Geld mästet. Es gibt aber auch Sparschweine, denen man nichts zu futtern lässt, sondern an deren Unterhalt man noch spart. Das sind sogenannte arme Schweine. Die muss Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, gemeint haben, als sie jetzt von den Bibliotheken als den „Sparschweinen der kommunalen Haushalte“ sprach.
Textwelten entstehen im Kopf. Zeichen für Zeichen, Buchstabe für Buchstabe setzen wir aneinander. Jeder einzelne Buchstabe wird mit der Geschwindigkeit von 50 Millisekunden in unserem Gehirn identifiziert und in Kombination mit dem nächsten gesetzt.
Es ist ein Jugendbuch, und die Teenager sollen es lesen. Aber dass Janne Tellers Roman „Nichts – was im Leben wichtig ist“ an Dänemarks Schulen verboten wurde, kann man leicht nachvollziehen. Inzwischen entwickelte sich das nun im Carl Hanser Verlag erschienene Skandalbuch zum internationalen Bestseller, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Die Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises wird sich mit der Frage, ob sie dieses Buch nun empfiehlt oder nicht, auch noch herumschlagen müssen.
Nach Bonn und Frankfurt am Main nun auch Köln. Der erste Bücherschrank steht in der Goltsteinstraße, der zweite wurde im Rheinauhafen errichtet, und es sollen noch 22 andere über das gesamte Stadtgebiet verteilt folgen. Die Idee ist nicht neu, Behältnisse für Bücher werden errichtet, in die Menschen ihre Bücher hineingeben und Bücher mitnehmen können. Aber noch nie hat sie jemand technisch und ästhetisch so ausgefeilt realisiert, wie der Ingenieur und Architekt Hans-Jürgen Greve, der seine Konstruktion „Bokx“ nennt.
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