In seiner kurzen Karriere bis zu seinem frühen Tod hat Tim Buckley eine waghalsige Reise vom Singer/Songwriter zum experimentellen Vokalisten vollzogen, um zum Schluss wegen mangelnden Erfolgs von der Plattenindustrie verramscht zu werden.
engels: Herr Bauer, als ich 1984 zum ersten Mal „Monarchie und Alltag“ gehört habe, ist mir der Mund offen stehen geblieben. Das war Musik von einem anderen Stern: verstörend, gleichermaßen aggressiv und depressiv. Können Sie die berühmteste Fehlfarben-Platte selbst noch hören?
Seit den frühen 80er Jahren gab es immer wieder Bootlegs des verschollenen Beach Boys-Albums „Smile“ mit mal weniger, mal mehr ambitionierten Vorschlägen, wie es denn damals wohl hätte erscheinen können.
Wenn Vokalakrobaten auf Vokalakrobaten treffen: Die New Yorker Dirty Projectors haben mit Björk das Mini-Album „Mount Wittenberg Orca“ aufgenommen. Auf sieben Stücken und nur 20 Minuten entfalten sie eine so liebliche, verspielte und dennoch höchst kunstvolle Musik, die man direkt ins Herz schließt (Domino).
Annie Clark alias St. Vincent verbreitet auf ihrem dritten Album „Strange Mercy“ eine opulente Stimmung. Ihre multiinstrumentelle Musik wirkt mit den Melodien einerseits klassisch und erinnert an die 70er Jahre.
Sie gilt als Riesentalent und große Hoffnung der internationalen Jazzszene. Nun hat anna.luca ihr erstes Soloalbum aufgenommen. Eigentlich müsste das als großer Coup gefeiert und aufgeregt die Werbetrommel für die Frau gerührt werden – aber bis zur Veröffentlichung im Februar ist noch Zeit.
Chris Taylor von Grizzly Bear veröffentlicht mit „Dreams come true“ unter dem Namen Cantsein erstes Soloalbum. Das ignoriert natürlich erfolgreich die Grenzen zwischen elektronisch und akustisch, zwischen Pop und Experiment.
Der Chor der Wuppertaler Bühnen war im vergangenen Jahr nach der Inszenierung „Griechische Passion“ des Komponisten Bohuslav Martinus bei der NRW-Kritikerumfrage achtmal als einer der drei besten Chöre nominiert,...
And so I watch you from afar ist der Name einer nordirischen Band, die sich dem instrumentalen Mathcore verpflichtet. Auf ihrem zweiten Album „Gangs“ gibt es tricky Rhythmen, Breaks und Tempowechsel.
Live soll John Maus ein kathartisches Erlebnis sein, auf Platte ist das nicht so offensichtlich: Der Buddy von Ariel Pink hat es sich auch auf „We must become the pitiless censors of ourselves“ in triefenden 80er-Synthies gemütlich eingerichtet.
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