200.000 Jahre – was für eine Zeit! Was kann in dieser Zeitspanne alles passieren? Und was passiert nicht? Für Technetium-99, ein Spaltprodukt bei der Gewinnung von Kernenergie, reichen die 200.000 Lenze gerade einmal, um sich selbst abzubauen und ungefährlich für den menschlichen Organismus zu werden. Nur wer kann sich nach dieser langen Zeit noch darüber freuen? Was in dieser fernen Zukunft noch von Wuppertal und dem Rest der Welt übrig ist, beschrieb der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt mit den einfachen Worten: „Atommülldeponien werden die einzigen Zeugen und Hinterlassenschaften sein, die darauf hinweisen, dass es den Raubaffen Mensch einmal gab“.
Jedes Jahr absolvieren vier bis sechs junge Menschen aus Wuppertal ihr freiwilliges soziales Jahr in Nicaragua. Auch die Wuppertaler Feuerwehr engagiert sich sehr mit Besuchen und Spenden ausgedienter Fahrzeuge, die dort dringend gebraucht werden...
Kenntnisse von Flugverbindungen oder Autobahn-Dreiecken sind herzlich überflüssig: Ausschließlich ihrem eigenen Drahtesel vertrauen sich die rund 55 Mitglieder und Freunde der im Jahr 1998 gegründeten Organisation „Der grüne Weg e.V.“ an, um seitdem regelmäßig mit dem Fahrrad den Partnerstädten ihrer Heimat Wuppertal einen Besuch abzustatten.
engels: Herr Gerlach, warum hat Wuppertal eine Partnerstadt in Israel?
Arno Gerlach: Wir möchten private und auch institutionelle Kontakte fördern. Kenntnisse über das Fremde fördern Verständnis und Vertrauen. Wir bieten jährlich Reisen nach Be’er Scheva und ins ganze Land an.
engels: Herr Steinmüller, wie kam es zu der Städtepartnerschaft zwischen Schwerin und Wuppertal?
Rolf Steinmüller: 1986 plante man in Wuppertal zunächst eine Städtepartnerschaft mit Halle an der Saale. Der damalige Außenminister der Bundesrepublik Hans-Dietrich Genscher, der lange in Wuppertal wohnte, kam von dort und auch der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Johannes Rau unterstützte diese Idee. Dann aber havarierte der Reaktor in Tschernobyl und die Wuppertaler suchten eine Stadt, die weniger radioaktiv belastet war. Die Wahl fiel auf Schwerin.
engels-Thema im März: Partnerstädte
Acht Partnerstädte hat Wuppertal. Seit 60 Jahren pflegen wir diese basisorientierte Außenpolitik. Muss sich angesichts leerer Kassen und einer Überalterung der Akteure etwas ändern?
Schutz gewähren und das Böse abwehren: Diese lobenswerte Absicht hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 die bundesweit operierende Stiftung „Hänsel und Gretel“ auf ihre Fahnen geschrieben. Die eindeutig größte Aktion ist die 2002 gestartete „Notinsel“-Initiative, die sich unter dem selbstbewussten Motto „Wo wir sind, bist du sicher“ als starke Plattform für ganzheitliche soziale Verantwortung begreift.
trailer: Frau Kavermann, wie sieht die Kinderarmut am Borsigweg in Bottrop aus?
Cornelia Kavermann: An der Kleidung wird oft gespart. Zu kleine Schuhe sind aber für wachsende Kinderfüße nicht gut. Unsere Kindertageseinrichtung hatte auch oft Probleme, das Essensgeld von den Eltern einzusammeln. Nach unserer Erfahrung waren die Eltern zwar sparsam genug, hatten aber doch keine Chance, genug auf die Seite zu legen.
„Es gibt im Rhein-Kreis Neuss rund 60 obdachlose Kinder und Jugendliche, die unversorgt sind und eine Notschlafstelle bräuchten“, sagt Rebekka Schuh, Leiterin der Neusser Tafel, und sie weiß, wovon sie redet: „Streetworker haben uns auf dieses Problem aufmerksam gemacht und gefragt, ob wir die Jugendlichen mit Essen versorgen können.“
trailer: Herr Kohl, welche Ursachen hat Kinderarmut?
Steffen Kohl: Wenn wir über materielle Kinderarmut in Deutschland reden, dann bezieht sich das ja auf einen relativen Artmutsbegriff. Das bedeutet, dass diese Kinder in Familien leben, die sich mit ihrem Einkommen am unteren Ende der Verteilung befinden. Statistisch gesehen sind am häufigsten Kinder in alleinerziehenden oder arbeitslosen Haushalten, Kinder mit vielen Geschwistern oder Kinder mit Migrationshintergrund von materieller Armut bedroht. Treten mehrere dieser Faktoren zusammen auf, steigt auch das Armutsrisiko.
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