engels: Herr Bell, wie profitiert Wuppertal vom zukünftigen Landtagsabgeordneten Dietmar Bell?
Dietmar Bell: In den nächsten Jahren werden die Entschuldung der Städte und ein wirtschaftlicher Strukturwandel für Wuppertal von großer Bedeutung sein. In meiner langjährigen Erfahrung als Gewerkschafter vor Ort kann ich hier viel bewegen.
Entschuldung ist gut. Wo soll das Geld herkommen?
Allein das neue Wachstumsbeschleunigungsgesetz kostet NRW 800 Millionen Euro, die Stadt Wuppertal über 6 Millionen. Darunter fallen Steuerentlastungen für Hotelbesitzer und reiche Erben. Wir hingegen möchten mit der NRW-Bank einen Fond einrichten, der die hartverschuldeten Städte wie Wuppertal entschulden würde. Dieser Fond würde das Land 450 Millionen im Jahr kosten. Es geht schlicht um die Frage, wofür das Geld ausgegeben wird.
Zwanzig goldene Jahre lang war Wuppertal die heimliche Landeshauptstadt von Nordrhein- Westfalen. Der damals amtierende Ministerpräsident spielte lieber Skat in Barmen als Golf in Köln oder Tennis in Düsseldorf. Und auch, als jener Landesübervater von den eigenen Genossen nach Berlin gedrängt wurde, um Wolfgang Clement in der Staatskanzlei Platz zu machen, hielt er seine schützende Hand über seine Geburtsstadt. Erst, als Clement aus dem Amt schied, wehte ein rauerer Wind durchs Tal. Der Hanseat Peer Steinbrück befand, dass Wuppertal eine ganz normale Stadt ist und behandelte sie entsprechend. Spätestens nach der schwarz-gelben Regierungsübernahme vor fünf Jahren wähnt sich die Stadt gänzlich im politischen Aus. Oberbürgermeister Peter Jung und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sind zwar Parteifreunde aber mitnichten Freunde.
Wenn sich der Bühnenvorhang am Abend erstmals öffnet, ist seine Arbeit praktisch erledigt. Seit mittlerweile 15 Jahren setzt Markus Moser als gelernter Maskenbildner die Künstler am Opernhaus Wuppertal – an dem er einst als Praktikant begonnen hatte – optisch perfekt in Szene.
„Tschschschsch!“ Imaginäre Sicherheitsbügel schließen sich. Mit einem Ruck kippen Körper nach hinten, verharren in Schräglage. Summgeräusche ertönen. Dann richten sie sich wieder auf, fallen nach links, nach rechts. Jauchzer.
engels: Herr Völker, warum sollte das Schauspiel nicht schließen?
Günter Völker: Das Sprechtheater findet das Interesse aller Altersgruppen von den Kindern bis zu den Senioren. Sein breiteres, oft zeitnaheres Repertoire ermöglicht es im Vergleich zum Musiktheater eher, junge Menschen für die Bühne zu begeistern und sie zu regelmäßigen Theaterbesuchern zu machen.
engels: Herr von Treskow, wie geht es weiter mit dem Schauspiel?
Christian von Treskow: Das Kleine Schauspielhaus ist bis 2012 in Betrieb. Acht Projekte pro Spielzeit sind geplant. Es wird ein sehr lebendiges Haus bleiben.
Auf dem Theatervorplatz war mächtig Theater. Clowns, Hexen und Prinzessinnen demonstrierten für den Erhalt der Wuppertaler Bühnen. Mit Bussen angereiste Schauspieler aus ganz Nordrhein-Westfalen und zu Fuß gekommene, empörte Zuschauer dieser Stadt, die mit Kostümen und Schminke den Spieß umdrehten und diesmal selbst ihre Rollen spielten, bildeten ein buntes Menschenmeer.
Meine Urgroßmutter Maria war eine moderne junge Frau des angehenden 20. Jahrhunderts. Das bewies sie allein schon dadurch, dass sie von Düsseldorf in einen Vorort von Köln zog. Von Düsseldorf nach Köln, der Liebe wegen, das verstieß damals gegen die herrschenden Konventionen.
Zu Beginn der Umfrage hagelt es Kritik. „Unverschämt“, sagt der Mann, der an diesem Nachmittag an der Bushaltestelle am Elberfelder Hauptbahnhof steht. Wohin er unterwegs ist? Irrelevant. Von Belang scheint einzig die Tatsache, dass er seit Wochen nicht, wie gewohnt, in die Schwebebahn einsteigen kann.
engels: Herr Ruppert, die Schwebebahn fährt nicht. Ein Ärgernis?
Helmut F. Ruppert: Ja, man hätte erwarten können, dass bei vorherigen Restaurierungsmaßnahmen zunächst die Teile ausgetauscht werden, bei denen die größten Probleme zu erwarten sind.
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