EIm tiefen Tal zu Glüder wurde am 6. Januar 1903 Solinger Stadtgeschichte geschrieben. In Anwesenheit der Solinger Stadtväter und Vertreter der lokalen Industrie wurde der Kaisersaal mit elektrischer Energie erleuchtet.
Rechtswidriger Vorgang oder Musterbeispiel für pingelige Bürokratie? Dunkle Wolken liegen jedenfalls über modernen Solarkollektoren mit einer Leistung von 18 Kilowatt. Die erst im Dezember 2009 installierte Photovoltaik-Anlage mit rund 100 Platten auf dem Dach des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde in Wuppertal-Vohwinkel wird zum juristischen Streitfall.
engels: Herr Thomas, trägt die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken zum Klimaschutz bei?
Stefan Thomas: Nein, sie bringt eher Nachteile für den Klimaschutz, weil sie den Umbau des Energiesystems hinauszögert.
engels: Herr Hüttenhölscher, sind Sie zufrieden mit der Energiepolitik der Bundesregierung?
Norbert Hüttenhölscher: Viele Teile des Energiekonzepts der Bundesregierung sind sehr ambitioniert und zu begrüßen. Aus Sicht der Stadtwerke wäre aber eine kürzere Laufzeitverlängerung wünschenswert gewesen.
ENGELS-THEMA IM November:
HOCHSPANNUNG
Die in Berlin beschlossene Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke spaltet nicht nur Regierende von Regierten. Während sich die großen Energiekonzerne über Extragewinne freuen können, sind die Aussichten für die Wuppertaler Stadtwerke nicht gerade rosig.
Es regnet an diesem trüben Septembernachmittag. Der Geruch von moderndem Wasser steigt aus der Wupper empor. Dampf zischt aus den Rohren für die Fernwärme und nebelt das Bild der historischen Adlerbrücke ein. Auch die anderen Leitungen und Rohre, die an die Stahlkonstruktion angebracht sind, rosten vor sich hin und machen keinen vertrauenserweckenden Eindruck.
„Ich habe Wuppertaler Blut im Körper, und mir tut es weh, was da alles abgerissen wird“, bekennt Manfred Bröcker. Der 72Jährige hat es spürbar satt, dass in Wuppertal vieles abgerissen oder geschlossen wird. „Man hat uns schon eine Bergbahn genommen, die Straßenbahn, das Kurbad und das Thalia“, so der in Unterbarmen geborene Bröcker.
engels: Herr de Bruyn-Ouboter, wie wichtig ist die Adlerbrücke für Wuppertal?
Hans Joachim de Bruyn-Ouboter: Die Adlerbrücke ist die älteste aus Stahl gebaute Wupperbrücke. Man hat 1868 noch nicht genau gewusst, wie man Stahlbrücken baut und die Statik von Holzbrücken übernommen. Schon deshalb ist sie so einzigartig.
ENGELS-THEMA IM OKTOBER:
DIE BRÜCKE
Eine Brücke soll abgerissen werden. Aber welche Brücken sind sonst noch baufällig? Die Brücke zum Rathaus? Die Brücke zur Vergangenheit? Die Brücke zum urbanen Leben?
Zu Beginn des neuen Schuljahres müssen die Schülerinnen und Schüler in Wuppertal kaum mit Veränderungen rechnen. Nicht nur, weil die Politiker im sogenannten Sommerloch eher keine Entscheidungen treffen, sondern auch, weil sich fast alle Beschlüsse im Düsseldorfer Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen zur Schulpolitik erst auf das Schuljahr 2011/12 beziehen.
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