Kultur in NRW.

Ankommen, um dazubleiben

Neustart am Essener Schauspiel: Intendant Christian Tombeil im Gespräch - Theater in NRW 09/10

Auf dem Cover des Essener Spielzeithefts ist der Schauspieler Sven Seeburg zu sehen, dem Ohr und Nase mit je einer Möhre verstopft sind. Daneben prangt der Schriftzug „Mit Essen spielt man nicht“. Eine Metapher mit Ausrufezeichen, die im Heft zwischen Stadtprojekt, Benimmregel und Putenschnitzel erschöpfend durchdekliniert wird. Stilsicher ist das nicht gerade.

Über die Grenzen hinaus

Ausstellungen in Brühl und Düsseldorf - Kunst in NRW 08/10

Christo, wie seine Ehefrau Jeanne-Claude am 13. Juni 1935 geboren, wurde schon früh und für Künstler ungewöhnlich stark bekannt – dies liegt an den spektakulären, riesigen Projekten des amerikanischen Künstlerpaares. Christo und Jeanne-Claude zelebrieren einen von Mal zu Mal angemessenen und ästhetischen Umgang mit Landschaft oder Architektur. Zu ihren Arbeiten gehören neben der Verhüllung des Reichstages 1995 die „Surrounded Islands“ vor Florida 1983, bei der schwellende rosa Flächen das Grün der Inseln umgeben, oder die „Gates“, die 2005 einen Parcours im New Yorker Central Park bildeten.

Sommerfrisch

Openair-Festival in NRW - Musical in NRW 08/10

Während die Mitarbeiter und Ensembles der Stadttheater in die wohlverdienten Ferien gehen, blühen die immer zahlreicher werdenden Freiluft- Bühnen im Lande auf. Besonders nachmittägliche Familien- und Kindervorstellungen werden immer beliebter, wobei Musical-Inszenierungen wieder einen Großteil der Darbietungen ausmachen. Aber bevor wir in die Sommerfrische aufbrechen, noch ein kleiner Ausflug in den „geschlossenen (Theater-)Raum“ – was vielleicht auch dem Titel des Stücks „geschuldet“ ist: „Singin‘ in the Rain“. Absolventen der Kölner Arturo-Schauspielschule agieren in Bianca Lehnards „stummer“ Adaption simultan zum deutschen Synchronton des Films und lassen diese einmalige „Bild- und Tonwerdung der guten Laune“, die dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, aufspringen und mittanzen zu müssen, in einem neuen, ironisierenden Gewand auferstehen (Bauturm Theater Köln, 4./6.8.). In den Füßen juckt es einen auch bei „Fame“ auf der Freilichtbühne Meppen (31.7./6./7./13./14./20./21./27./28.8.).

Dampfgetriebene Oszillatoren

Aus dem Dortmunder Elektronik-Underground - Popkultur in NRW 08/10

Wenn Underground im Zusammenhang mit dem Musikgeschäft überhaupt noch irgendwas bedeutet, dann ist es „reichlich Arbeit“. Martin Juhls kann davon ein Lied singen. Nicht nur versorgt er Journalisten mit Infos über die elektronische Musikszene Dortmunds wie das Juicy Beats oder die DJ-Picknicks im Westpark...

Nicht nur happy

Auch Posaunenkunst wird tradiert - Improvisierte Musik in NRW 08/10

Gibt es wohl so etwas wie ein Sommerinstrument? Die Vuvuzelas aus Südafrika strahlten als Alptraum...

Kuchensahne

Tanz-Gastspiel als Ersatz für eine fehlende Kompanie in Köln - Tanz in NRW 08/10

Das geht einem schon unter die Haut, wenn plötzlich eine Welle durch das Parkett schwappt und sich das Publikum auf breiter Front von seinen Sitzen erhebt. Standing Ovation für 17 buddhistische Kampfmönche aus dem legendären Shaolin-Tempel in der chinesischen Provinz Henan. Ausgestattet wie Banker in grauen Geschäftsanzügen tanzen sie eine Choreographie des flämisch-marokkanischen Tänzers Sidi Larbi Cherkaoui. In Köln ist Gastspiel-Time angesagt. Nach der Trennung von Amanda Miller und ihrer Truppe pretty ugly war noch Geld für den Tanz übrig.

Sommerträume

Über die Publikumsarmut klassischer Konzerthallen - Klassik in NRW 08/10

Bereits im Juli beschäftigte uns die These: Festspiele essen Tageskultur auf! Es ging um die schlecht besuchten Konzertsäle all überall, um die Manager und um mögliche Ursachen. Die Lenker in diesem Spiel mit der „Klassischen“ Musik setzen auf ambitionierte Programme, das große Publikum bleibt zu Hause und träumt von Operettenseligkeit.

Stimmen auf Abwegen

Mikroports gehören allenthalben zum Bühnenalltag - Theater in NRW 08/10

Sie sehen aus wie Hautpickel mit Stromleitung, kleben den Darstellern auf Stirn oder Wange, und man bemerkt sie meist erst, wenn sie nicht funktionieren. Mikroports gehören inzwischen zum Schauspieleralltag und beschleunigen den Vormarsch der Technik im Theater. Die Bühne als Bollwerk der Live-Ästhetik – das war einmal.

Auf eigenen Beinen

Freie Kulturszene sucht nach alternativer Finanzierung - Popkultur in NRW 07/10

Jeder, der schon mal danach gesucht hat, weiß: Kneipen, die sich dem kulturellen Treiben zwischen...

Der stille Star

Dusko Goyokovich beugt sich nicht vor dem Alter - Improvisierte Musik in NRW 07/10

„Mir hat dieser Abend wirklich Spaß gemacht“, meinte Dusko Goykovich, eine der letzten...

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