Letztes Jahr feierte das international renommierte Moers Festival seinen 40. Geburtstag. Selbst Jazz-Legenden wie Ornette Coleman waren am Rhein zu Besuch.
Mit dem Erfolg des Hamburger Labels Audiolith und des sachsen-anhaltinischen Melt!-Festivals hat sich ein Genre als breitenwirksam etabliert, das zwischen Rhein und Ruhr bisher erst für eine kurze Periode in den frühen 1980er Jahren aufflackerte.
Sein Gesicht glänzt. Ein leichtes, spannungsloses Lächeln belebt die vom Babyspeck noch nicht abgeschwollenen Wangen.
Uneindeutigkeit hat es schwer auf deutschen Dancefloors. Wo in anderen Ländern HipHop, House, Dub und Breakbeats in einem Maximum an Glücksgefühlen clashen, regiert hier der gerade, minimale Beat.
Wenn in den letzten Monaten und Jahren das Gespräch auf die Ruhrgebietskultur kam, glich das oft einem einzigen Jammern und Wehklagen.
Es ist immer schlecht für das Geschäft, nicht sortierbar zu sein. Das gilt ganz besonders für die Musik. Die Verkaufskraft eines Ballermann-Schlagers liegt immer darin, aus gut bekannten musikalischen Primitivformeln und abgewrackten Sprachphrasen neuen Schwachsinn zu schmieden, der Friseusenherzen betört oder Gerüstbauern ein breit-lüsternes Grinsen um die frühmaroden Zähne zaubert.
Die Bar hat einen festen Ort in der Geschichte der Popkultur. Die Bochumer „Goldkante“ und das Kölner „King Georg“ zeigen, wie er heute aussehen könnte.
Vieles deutet in der Karriere des Hans Liberg auf etwaige Parallelen zu unserer Ruhrpott-Ikone Helge. Beide leben seit rund drei Jahrzehnten von der Musik, ohne sie ernsthaft zu produzieren.
Bei weitem nicht die bekanntesten Vertreter deutscher Rockmusik, sind sich „Mutter“ über Jahrzehnte hinweg treu geblieben. Ihre Musik ist nie geradlinig, aber laut und deutlich genug, um bleibende Eindrücke zu hinterlassen. engels traf den Sänger Max Müller zu einem Interview während ihrer Tour.
Es war, als hätten sich die Götter der Livemusik gegen Duisburg verschworen. Die letzten zwei Jahre waren durchsetzt von Katastrophenmeldungen, und das in einer Zeit, in der RUHR.2010 eigentlich die Wende für die gebeutelte Kultur des Landstrichs hätte bedeuten sollen.
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