engels: Herr Kremser, was ist der Unterschied zwischen einer normalen Grundschule und der Freien Schule Bergisch Land?
Bülent Kremser: Bei uns werden Kinder vom sechsten bis zum zehnten Lebensjahr gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. Es gibt keinen Gong, der den Unterricht beendet. Die Lehrerin oder der Lehrer beenden den Unterricht. Es gibt keine Zensuren. Dafür gibt es Lehrbriefe.
Wuppertal ist doof. Zu diesem Schluss zumindest muss man kommen, wenn man die handelsüblichen Lernstandserhebungen PISA und IGLU liest. Zwar ist unsere Stadt nicht gesondert aufgeführt als Dumpfbacke der Welt, aber Wuppertal ist ein Teil von Deutschland und – schlimmer noch – ein Teil von Nordrhein-Westfalen.
Der schönste Saal von Wuppertal soll für die passende Atmosphäre sorgen: Bei der ersten Verpartnerungsmesse am Samstag, 7. August werden im Nachbarschaftsheim im Stadtteil Elberfeld von 11 bis 18 Uhr verschiedene Dienstleister präsentieren, welche Anregungen und Ideen den „schönsten Tag im Leben“ für gleichgeschlechtliche Paare feierlich machen können.
Neugierige Passanten in der Fußgängerzone am Bahnhofstunnel Döppersberg. Auf dem Boden liegt ein schwarzes Tuch, geschmückt mit weißen Rosen in Form eines Kreuzes. Es rührt viele anwesende Betroffene zu Tränen. Die Rosen stehen für Trauer, Tod und Hoffnung.
engels: Herr Kleine, Kreuz und Queer, passt das zusammen?
Werner Kleine: Queer bedeutet ja ursprünglich, dass von der Norm abgewichen wird. Hier stellt sich für mich zunächst die Frage, wer Normen festlegt. Ich bin Vater von zwei Kindern mit Down-Syndrom, die meine Frau und ich adoptiert haben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin tut es, der von Hamburg wohl auch, Vizekanzler und Außenminister tun es wohl auch. Dirk Bach, Alfred Biolek, Hape Kerkeling, die Liste wird lang. Immer mehr Männer lieben Männer. Oder zumindest wird immer mehr bekannt, dass Männer Männer lieben.
Dreimal pro Woche fährt Peter Krampen mit dem Medimobil der Wuppertaler Tafel durchs Land. Seit zehn Jahren macht der pensionierte Fernfahrer dies nun schon. „Meine Tochter ist Arzthelferin, und so kam ich in Kontakt mit der Tafel“, erklärt der Rentner. Der Tagesablauf ist bereits Routine.
engels: Herr Beutelmann, wohin geht es mit unserem Gesundheitssystem?
Dr. Josef Beutelmann: Ich möchte momentan keine Prognose abgeben. Zurzeit wird händeringend nach einer Lösung gesucht, das System zu reformieren. Vergessen dürfen wir allerdings nicht, dass sich unser Gesundheitssystem im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau bewegt.
engels: Herr Schneider, beim Thema Gesundheitsreform wird an jedem Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Wie geht es Ihnen mit Sau und Dorf?
Martin Schneider: Im Jahr 2011 werden 11 Milliarden im System fehlen. Von daher ist es zwingend erforderlich, Ideen und Gedanken der Politik aufzunehmen und auf Ihre Verwertbarkeit zu überprüfen.
Gibt es mehr als nur eine klangliche Verbindung zwischen dem Namen des Stadtteils von Wuppertal und dem Wort Erbarmen? Friedrich Engels, berühmtester Sohn der Stadt, hatte mehr Erbarmen mit den geschundenen Arbeitern als mit seinem Vater, dem Fabrikbesitzer.
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