Es ist die Crux historisch und kulturgeschichtlich motivierter Ausstellungsprojekte: Die „reine“ Kunst wird primär als Illustration verstanden. Ein wenig kennzeichnet dies auch die Schau zu Napoleon Bonaparte in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn.
Zurück in die Gegenwart: Die aktuelle Düsseldorfer Quadriennale widmet sich vor allem den Pionieren der Gegenwartskunst seit 1960, mit Bezug zu Düsseldorf. Die Quadriennale ist eine mit viel Werbeaufwand und zusätzlichen städtischen Geldern betriebene konzertierte Veranstaltung der Düsseldorfer Ausstellungsinstitute, die demonstriert, wie weitreichend die Impulse dieser Kunstszene sind und wie viele Museen sich hier der zeitgenössischen Kunst verschrieben haben.
Joseph Beuys, geboren 1921 in Krefeld, aufgewachsen in Kleve, gestorben 1986 in seinem Atelier in Düsseldorf, ist derzeit in aller Munde. Natürlich, mit seinen Arbeiten in den Museumssammlungen und als legendärer Protagonist der Avantgarde war er stets präsent. Schließlich gibt es kaum einen Künstler, der so in die Gesellschaft hineinstrahlt.
Eine Ausstellung mit Malereien von David Lynch ... gab’s hierzulande noch nie. Hingegen ist der in Los Angeles lebende Lynch als Regisseur berühmt: mit Serien und Filmen wie „Twin Peaks“, „Lost Highway“ und „Mulholland Drive“, die Fragen aufwerfen und kaum Antworten geben.
Im Herbst 2009 wurde in Hagen das Kunstquartier mit zwei Museen unter einem Glaskubus eröffnet: dem nun erweiterten Karl Ernst Osthaus Museum und dem neuen Emil Schumacher Museum, welches den expressiv abstrakten Maler vorstellt.
2010 wurde nicht nur bei uns Kulturhauptstadtjahr gefeiert, sondern auch anderswo in Europa, im ungarischen Pécs und in Istanbul. Ausschnitte aus beiden Kulturen gab es entsprechend in Nordrhein-Westfalen zu sehen, etwa in der Reihe „Scene Ungarn in NRW“ mit Beiträgen aller Gattungen.
Ein Netzwerk aus Freundschaften – die Skizze auf einer Einladungskarte zum 80. Geburtstag von Daniel Spoerri zeigt, wie sehr die Schweizer Kunst in den 1960er und 1970er Jahren verflochten war. Aber nicht als lokale Sache, sondern als gegenseitige Inspiration von Freigeistern der Weltkunst. Im Mittelpunkt steht Daniel Spoerri, der 1930 in Rumänien geboren wurde und erst mit 12 Jahren in die Schweiz kam. 1950-1954 studierte er Klassisches Ballett in Zürich und Paris, wo er Jean Tinguely kennenlernte.
Einer der wichtigsten und international gefragtesten Künstler ist derzeit Thomas Schütte. Was Schüttes Kunst auszeichnet, das erhellt eine umfassende Schau der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik, die sich einem zentralen Aspekt seiner Arbeit zuwendet: seinen Architekturmodellen.
Christo, wie seine Ehefrau Jeanne-Claude am 13. Juni 1935 geboren, wurde schon früh und für Künstler ungewöhnlich stark bekannt – dies liegt an den spektakulären, riesigen Projekten des amerikanischen Künstlerpaares. Christo und Jeanne-Claude zelebrieren einen von Mal zu Mal angemessenen und ästhetischen Umgang mit Landschaft oder Architektur. Zu ihren Arbeiten gehören neben der Verhüllung des Reichstages 1995 die „Surrounded Islands“ vor Florida 1983, bei der schwellende rosa Flächen das Grün der Inseln umgeben, oder die „Gates“, die 2005 einen Parcours im New Yorker Central Park bildeten.
Es muss nicht immer die ganz aktuelle Kunst sein, die für Aufsehen sorgt. In NRW haben sich gleich sechs Museen zusammengetan, um einen einzigen Künstler des 19. Jahrhunderts vorzustellen und ihm zu größerer Aufmerksamkeit zu verhelfen.
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